Spontanes Abenteuer durch die Viamala-Schlucht Transviamala-Schlucht 21.10.2012 Mitten durch die Viamala-Schlucht, dieser Flyer lag schon seit 2010 bei meinen gesammelten Laufunterlagen. Der Lauf schlummerte sozusagen im Untergrund und wartete darauf geweckt zu werden. Rudolf und Bettina begeisterte Berg- und Landschaftsläufer brachten den Stein ins Rollen. Sie entschlossen sich spontan beim Trans Viamala-Run teilzunehmen und klopften bei mir an, ob ich nicht Lust hätte mitzukommen. Begeistert sagte ich zu. In der Ausschreibung wurde uns ein Lauf mit hohem Erlebniswert in einer besonderen Naturlandschaft versprochen. Eine abwechslungsreiche Strecke von 19km, 750 Höhenmeter und 589 Stufen galt es zu bewältigen. Das Herzstück des Trails war die sagenumwobene Viamalaschlucht. ![]() Profil Transviamalprofil So fuhren wir in Erwartung eines schönen Laufs am 19. Oktober nach Davos. Das traumhafte Herbstwetter nutzten wir am Samstag zu einer wunderbaren Wanderung auf das Rinerhorn in 2040m. Wir genossen den blauen Himmel mit der wärmenden Sonne, den weiten Blick zu den verschneiten Bergen und die leuchtenden Farben der gelben Lerchen. Ein Farbspiel wie es hätte nicht schöner sein können! ![]() ![]() ![]() Am Sonntagmorgen standen wir bei fantastischem Laufwetter mit 1000 gut gelaunten Läufer in Thusis am Start. Ein großer Unsicherheitsfaktor war für mich meine Erkältung! Ein passendes Zitat fiel mir ein: Starten ist Überwindung, Durchhalten ist Erfolg, Ankommen ist Sieg! ![]() Nachdem wir Thusis verlassen haben, wurden wir gleich durch eine 3km lange Steigung auf einer Asphaltstraße gefordert, bevor wir in den Wald zu den ersten Treppen abbogen. Zur Viamalschlucht hoch, mussten wir erstmalig eine Vielzahl von steilen Stufen überwinden. Stau war schon vor der Treppe angesagt, geschlagene 12 Min. standen wir, erst dann ging es im Gänsemarsch nach oben es war wie ein Spaziergang - überholen war durch die Enge nicht möglich. So konnten wir die Umgebung in uns aufnehmen und genießen. Danach immer wieder ein ständiges Auf und ab, steile und enge Trails zwischen den Bäumen, starke Gefälle gespickt mit knorrigen Wurzeln und Steinen forderte volle Konzentration. ![]() ![]() Das Laufen über Brücken und Bäche brachte willkommende Abwechslung und Schonung für unsere Beine! Ein ganz besonderes Erlebnis war die Hängebrücke über einen wilden Bergfluss. Die Überquerung gestaltete sich als eine wacklige Angelegenheit. ![]() Es folgte ein letzter heftiger Aufstieg, danach hatten wir das Ende der Schlucht erreicht. Jetzt lag das sonnendurchflutete Schamsertal vor uns. Wir durchliefen schöne Dörfer, die Bewohner feuerten uns mit Kuhglocken an und sorgten mit ihrem Zurufen Hopp Hopp, du schaffst es für das nötige Adrenalin. Eine letzte langgezogene und kräftezehrende Serpentinenstraße führte uns direkt ins Ziel. Wir hatten es geschafft, noch einmal Treppen hoch zu der kleinen selbstgebauten Siegerbrücke und dort hieß man herzlich willkommen ! Zur Belohnung bekam jeder Läufer ein Säumer-Säckli mit einheimischen Spezialitäten. Eine klasse Idee!! ![]() ![]() ![]() Wir stärkten uns nach dem Lauf mit den berühmten transviamala Pizokels und Kaffee + Kuchen für die anschließende Heimfahrt. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Ein toller Lauf an einem schönen Herbsttag lag hinter uns, unterwegs super Stimmung, perfekte Organisation, gute Verpflegung und das ganze umrahmt in einer grandiosen Landschaft!! |
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