Genusslauf in der Eifel 12.August 2012 - Monschau Marathon mit überraschendem Ergebnis! Keinen Berg- aber einen anspruchsvollen Landschaftsmarathon hatten wir uns ausgesucht. Angeregt von Bettina, waren Rudolf und ich so begeistert, dass wir uns kurzfristig entschieden haben an diesem Lauf teil zu nehmen. ![]() 750 Höhenmeter mussten auf 42 km oder 56km Ultra bewältigt werden! Versprochen wurde uns eine abwechslungsreiche Strecke , kleine malerische Orte, begeisterte Dorfbewohner die mit uns fiebern werden, schöne Wald-und Weidewiesen, Tannenwälder wie im Schwarzwald und herrliche Aussichtspunkte ! ![]() Rudolf und ich zur Zeit im Training für den Jungfraumarathon hatten bislang 2 lange Läufe absolviert. Monschau sollte ein weiterer Trainingslauf werden. Der Zeitfaktor war Nebensache, durchkommen wollten wir. Wir waren sehr gespannt, wie uns das nach dem eher lockeren Training gelingen wird. So machten wir uns am Samstag den 11.8. zu dritt auf den ca. 300km entfernten Weg in die Eifel. Übernachtet hatten wir in einer Jugendherberge. Wir waren nicht die einzigen Läufer, denn durch ein liebevoll gemaltes Plakat wurden wir auf folgendes hingewiesen: Frühstück ab 5 Uhr früh für alle Marathonläufer Ein Shuttlebus zum Startbereich war eingerichtet. ![]() Am Abend stieg die obligate Nudelparty. Man hatte das Gefühl in Monschau gibt es nur Läufer!! Mit großer Aufregung ging Bettina bei den Walkern an den Start, denn Joggen war erlaubt. Sie wollte testen in welcher Zeit sie die 42km laufen kann. Mit guten Ratschlägen von Rudolf und mir machte sie sich um 6 Uhr auf den langen Weg. In einem Teilnehmerfeld von 505 Läufern stehen Rudolf und ich um 8 Uhr bei idealen Lauftemperaturen am Start. Die Sonne blinzelte bereits allen Läufern ins Gesicht und das sollte den ganzen Tag so bleiben. Eine tolle Strecke lag vor uns und wir waren sehr gespannt was unsere Beinmuskeln nach 30km sagen würden. Zuerst liefen wir ganz locker durch das romantische Städtchen Monschau. Die ersten 7,5km waren eine lässige Bergabstrecke. Eine erste Steigung danach konnten wir zügig meistern. Die härteste Kraftprobe wurde uns zwischen km12- km14 abverlangt. 2km nur steil Bergauf, das zwang uns zeitweilig zum gehen. Oben angekommen holten wir uns am Verpflegungsstand erst einmal neue Kraft. Auf der gesamten Strecke ging es ständig rauf und runter! Nach 19km lagen wieder 4km Steigung hinter uns. 500 Höhenmeter sind erreicht und es bläst ein kräftiger Gegenwind. Nach der Halbdistanz ist der schwierigste Teil der Strecke überstanden. Die nächsten 4 Km waren ein genussvolles Laufen, ohne wesentliche Anstiege. Immer wieder Wälder und blühende Wiesen, dazu dahinplätschernde Bäche die von den langsam müder werdenden Muskeln ablenkten. Ab km30 warteten wir regelrecht auf einen Einbruch! Nichts passierte, die Muskeln hielten durch und die Kraft blieb bis zum Schluss erhalten. Die letzten Anstiege erwarteten wir bei km26 und km36, auch diesen Steigungen hielten wir stand. Die Menschen in den Dörfern waren der Hit, Oma, Opa und Kinder standen mit nassen Schwämmen an der Straße. Sie feuerten uns mit Getränken, Gebäck und Schokolade an. Eine Oma bot mir sogar Mars zur Stärkung an. Wir liefen die restlichen 6km ganz gelassen, denn wir wussten nun konnte eigentlich nichts mehr passieren. Das Ziel vor schon vor Augen mussten wir nochmals 200m Steigung bewältigen, dann war es geschafft. Völlig überrascht schauten wir alle drei nach dem Zieleinlauf auf unsere Zeiten. Wir konnten es nicht fassen, denn... Rudolf glaubte nicht unter 4 Std. zu laufen - finishte in 3:46 Bettina wollte in 5:59 das Ziel erreicht haben- finishte in 5:04 3. Frau Walk Ich rechnete mit 5 Std und mehr- finishte in 4.39 3.Platz in AK ![]() ![]() ![]() Wir waren im Freudentaumel - es war unglaublich!! Dieser Lauf wird uns immer in guter Erinnerung bleiben. Es war eine gelungene Veranstaltung, ein sehr kurzweiliger Marathon durch eine abwechslungsreiche Strecke mit wunderbarer Naturkulisse. ![]() Der Monschau Marathon ist ein Tipp für jeden Landschaftsläufer! |
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