Marathon heißt Freud und Leid . Wien-Marathon 15.04.2012 Wer Wien besucht begibt sich auf eine Zeitreise die glanzvolle Habsburger Zeit und die multikulturelle Stadt von heute. Wir wollen Sport und Kultur miteinander verbinden. Nach 10 Wochen Marathontraining mit allen Höhen und Tiefen, fühlen wir uns Anfang April fit für Wien. Unvergessen bleiben in diesem Jahr die frostigen Einheiten bei -12 Grad. Die 3 Std. Läufe absolvieren wir mit mehreren Läufern aus einem anderen Verein. Helmut und Bernd wollen mit Rudolf, Heike, Constanze und mir nach Wien. Constanze unser neues Mitglied wagt ihren ersten Halbmarathon. Um das Flair der Stadt zu genießen, reisen wir schon 2 Tage vor dem Lauf an, müssen daher aufpassen uns nicht im Vorfeld all zu sehr auszupowern. ![]() Wir wandeln auf den Spuren Mozarts , besichtigen den Stephansdom, den schönen Karlsplatz mit der barocken Karlskirche, schlendern über den Naschmarkt mit seinen bunten Angeboten und bestaunen die Jugendstilfassaden . ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Mit Sachertorte genießen wir zwischendurch die Wiener Gemütlichkeit in Kaffeehäuser ![]() ![]() Stil der 20iger Jahre. In den Hofzuckerbäckereien fühlen wir uns um Jahre zurück versetzt. Kulturell ist Wien unerschöpflich, viele Museen und Schlösser laden zu einem Besuch ein. Klimt feiert seinen 150. Geburtstag und in mehreren Ausstellungen wird uns sein Schaffen näher gebracht. Am 15. April ist es dann soweit! ![]() ![]() Bei kühlen Frühlingstemperaturen von 8 Grad und dichten Wolken ziehen wir mit unseren Kleiderbeuteln zum Start, werden mit einem Mozart- Requiem durch die Lautsprecher begrüßt und hoffen trocken ins Ziel zu kommen. ![]() ![]() Jetzt muss alles schnell gehen, 45 Min. vorher die Ersatzkleider in den LKWS abgeben und unser letzter Gang zum Dixi. ![]() Dieser letzte Gang (von Heike und mir) bedeutet Anstehen in einer Endlosschlange und endet fast mit einem Desaster. Fröstelnd hüpfend von einem Bein auf das andere haben wir knapp den Start verpasst. Wir rennen dem bereits gestarteten Startblock hinterher. 36 000 Läufer rennen gleichzeitig an der Reichsbrücke los, darunter 8000 Marathonis, der Rest Staffelläufer und Halbmarathonis. Bis zum Finishertor der Halbmarathonis ist es ein chaotisches Laufen, immer wieder überholen von rechts und links. Das Läuferfeld ist stets dicht zusammen, ständig müssen wir auf die Fersen vor uns achten. Durch die HM- und die Staffelläufer wird das Durchkommen auf der gesamten Strecke unruhig. Die Sehenswürdigkeiten ziehen wie im Film an uns vorbei, wobei an der langen Hauptallee im Praderpark aufputschende Musik uns die Strecke verkürzt. Der Zieleinlauf ist am Heldenplatz und Helden sind alle die hier einlaufen! Bei meinem 11. Marathon erlebe ich leider einen Knick in meiner Leistungskurve bei KM 25 in. Die Uhr zeigt 4:17 beim Zieleinlauf. Durch das rechtzeitige drosseln des Tempos laufe ich jedoch entspannt die 42km bis zum Ende durch! Wir kommen trocken durch, Helmut und Rudolf erreichen in einer Traumzeit von 3:35 das Ziel und Heike finisht in 4:03. Herzliche Glückwünsche an Helmut, Rudolf und Heike für diese hervorragende Leistung! Constanze finisht ihren 1. Halbmarathon in einer super Zeit von 1:54. Wir freuen uns sehr und gratulieren ganz herzlich zu diesem tollen Ergebnis. ![]() Fazit: Der Lauf hat uns Spaß gemacht, war sehr abwechslungsreich durch die vielen Sehenswürdigkeiten, aber einiges könnte verbessert werden: Kontrollierte Einweisung, mehr Hinweisschilder und mehr Dixis in den Startblöcken Mehr Pacemaker in den verschiedenen Zielgruppen Markierung der Ideallinie auf der gesamten Strecke. Mehr Live-Unterhaltungsmusik. Bessere Zielversorgung Ganz negativ viel uns auf: Die 4 Std-Läufer wurden beim Zieleinlaufen nicht mehr beachtet, keine Musik, keine Begrüßung im Ziel und nach den Medaillen mussten wir fragen. Dennoch sind wir uns alle einig: Die Stadt Wien ist eine Reise wert! ![]() ![]() ![]() |
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